Bekenntnis der Politik fehlt

15.01.2014

Das ehrgeizige Ziel der Geothermie Traunstein war es, bis 2015 mit dem Geothermie-Kraftwerk ans Netz zu gehen. Nun muss der Zeitplan für die Realisierung überarbeitet werden.

Seit 2011 arbeitet die Geothermie Traunstein Projekt GmbH mit Nachdruck an der Realisierung eines Geothermie-Kraftwerks, das die Region Traunstein mit umweltfreundlicher und grundlastfähiger Energie versorgen wird. Das ehrgeizige Ziel war, mit dem Kraftwerk bis 2015 ans Netz zu gehen. Nun muss der Zeitplan für die Realisierung überarbeitet werden.

Die Ergebnisse der 3D-Seismikuntersuchungen im Herbst 2012 waren vielsprechend, die zu erwartende Leistung des Geothermie-Kraftwerks konnte nach oben korrigiert werden. Doch zuletzt kam der Projektverlauf ins Stocken. „Wir befinden uns in Gesprächen mit möglichen Investoren, die unser Unternehmen in der Zwischenfinanzierung der Bohrungen unterstützen“, erklärt Geschäftsführer Thomas Engmann. Zwischen 40 und 60 Millionen Euro – je nach Größe des Kraftwerks – müssen für die Bohrungen investiert werden.

Die große Herausforderung: Die Investoren warten auf ein klares Bekenntnis der Politik zur regenerativen Energie – also auch zur Geothermie. „Aktuell fehlt es aber sowohl der Bundes- als auch der Landesregierung an Konzepten, wie der weitere, dringend notwendige Ausbau erneuerbarer Energien zukünftig unterstützt werden soll.“, sagt Engmann.

Von Frustration kann aber keine Rede sein. Engmann: „Natürlich sind wir von der aktuell überschaubaren und nicht wirklich verlässlichen Unterstützung der Politik enttäuscht. Wir sind aber nach wie vor davon überzeugt, dass wir das Kraftwerk mittelfristig realisieren werden. Allein das Datum der Fertigstellung verschiebt sich.“

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